Montag, 17. März 2014

3. Lauf der 18. Stadtmeisterschaft - ein Lauf gegen den Wind

Gestern vormittag fand (im Gegensatz zu den schönen frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage) bei zum Teil sehr starkem Wind und kaltem Nieselregen der 3. Lauf der 18. Stadtmeisterschaft Eisenhüttenstadt auf der Insel statt. Diesmal ging es für uns Läufer auf eine Strecke, die zum Teil auf der Streckeführung des Metallurgenlaufes entlang führt. Dieser Lauf findet übrigens schon am kommenden Samstag, den 22.03.2014 statt.

Aber wieder zurück zum gestrigen Lauf. Da wurden diesmal die Distanzen 1,6km (halbe Runde) / 3,3km (1 Runde) und 6,6km (2 Runden) angeboten. Die Strecke verlief diesmal in Form einer gedachten Acht, auch wenn der Blick von Oben etwas anders aussieht. Aber so kam man nach jeder halben Runde immer am Start-Ziel-Bereich vorbei.

Hier gelangt Ihr auf meine Aufzeichnung der Streckenführung.

Um 10:00 Uhr wurden alle Läuferinnen und Läufer der 1,6km-Distanz auf die Strecke geschickt. Zuvor hatte ich meiner Tochter Sandy noch den Tipp gegeben, beim Laufen am Kanal entlang nicht auf der Wasserseite sondern auf der Baumseite zu laufen. Da war ich als Mama schon etwas beunruhigt, ob alles gut verläuft.
Leider bogen kurz nach dem Start einige Läufer in die  falsche Richtung ab, was natürlich für diese ärgerlich war. Vielleicht hätte der Veranstalter bereits an dieser Stelle einen Steckenposten aufstellen sollen. Aber durch solch Situationen lernt man bekanntlich dazu...

Warten auf den Startschuss
Und los gehts.
Ca. 10min später wurden auch alle anderen Läufer der 3,3km und 6,6km auf die Strecke geschickt. Diesmal war ich von Anfang an der Schlussläufer. 

Und wieder kurzes Warten auf den Startschuss
Zu Beginn ging es gleich rechts weg auf einem schönen asphaltierten Teilstück auf dem Inselgelände in Richtung "Speisegraben", einem kleinen Ausläufer des Oder-Spree-Kanals. Bitte fragt mich nicht, warum dieser "Speisegraben" heißt. Das müsste ich als die Zugezogene eigentlich mal meinen Mann als  den Einheimischen fragen... ;-) 

Die kurze Strecke am Speisegraben ist eine Art Waldwanderweg, wo man auch auf die Wurzeln der Bäume achten musste. Auch der Veranstalter hatte kurz vorm Start nochmal darauf hingewiesen. Danach ging es dann links weg ein Stück direkt am Oder-Spree-Kanal entlang. Da konnte man trotz des Wetters wieder einige Angler, aber auch einige Spaziergänger mit Kindern beim Enten-füttern beobachten. Auch dieses Stück der Strecke hatte noch den Charackter eines Waldweges. Allerdings wehte uns hier auch der starke Wind voll ins Gesicht. An dem Punkt, als dieser Weg wieder auf den asphaltierten des Inselgeländes traf, ging es für uns wieder links weg in Richtung Start-Ziel-Bereich, den ich somit das erste Mal erreichte und ein Viertel der gesamten Strecke hinter mir hatte. 

Für meine Tochter Sandy war hier schon das Ziel erreicht und als ich vorbei lief, winkte sie mir freudestrahlend zu und feuerte mich zusammen mit Kevin an. Ich wiederum war in dem Moment als Mama beruhigt, dass Sandy wohlbehalten am Wasser vorbeigelaufen und im Ziel angekommen ist. Somit konnte ich mich gedanklich beruhigter meinem weiteren Lauf widmen.
Sandy beim Zielsprint
Rechts weg und weiter gehts....

Beim Start-Ziel-Bereich ging es für uns Langstreckenläufer gleich wieder rechts weg in Richtung des Inselbades. Auch hier war das Laufen durch den Wind von vorn sehr anstrengend. Das Inselbad liesen wir aber dann rechts liegen und liefen links weiter vorbei an der Minigolfanlage in Richtung des Tiergeheges. Hier musste ich eine kurze Gehpause einlegen und am Tiergehege wollte ich dann nur schnell vorbei, denn der starke Wind brachte auch den schönen Duft des Tiergeheges auf die Strecke... Noch ein paar Meter weiter und dann ging es wieder links weg in das Waldgebiet des Inselgeländes und somit wieder weg vom Asphaltweg. 

Bevor ich dieses Teilstück verlassen konnte, lief ich noch an 2 Kindern des Frankfurter LA-Vereins vorbei. Die feuerte mich dann ganz süß mit den Worten "Los, du kriegst die noch!" an, was mich ein Lächeln ins Gesicht zauberte. ;-) Und das Thema "Aufgeben"  bei 3,3km war somit gestrichen und ich lief am Start-Ziel-Bereich vorbei auf meine 2. Runde, wo ich auch wieder von meinen Kindern und den anderen Läufern der kurzen Strecke angefeuert wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte es auch aufgehört mit dem starken Nieselregen. Aber kalt war es trotzdem noch.

Von da an war es nun wirklich ein einsamer Lauf ganz mit mir allein, denn ich hatte nicht mal mehr die Läufer vor mir in Sichtweite. Mein Gefühl war, als ob ich diesmal für die Strecke fast eine Stunde gebraucht habe. Aber ich hütete mich, zwischendurch auf mein Smartphone wegen der Zeit zu schauen.

Und trotz des böigen Windes, der vorallem von vorn das Laufen unangenehm werden lies, kämpfte ich mich die ganze Strecke durch und hatte nur einmal das Bedürfnis, eine kurze Gehpause einlegen zu müssen.

Bei meinem Zielsprint gab es dann nochmal kurz Aufregung für alle, denn ich sah bereits von weitem, dass sich der Zeitnehmer Werner mit der Stoppuhr mit anderen Leuten unterhielt und meinen Zieleinlauf nicht mitbekam. Ich rief ihm dann schon von weitem "Werner quatsch nicht so viel, stopp lieber meine Zeit!" zu und auch die anderen Verantwortlichen des Laufes machten Werner laut auf meinen Zieleinlauf aufmerksam. In letzter Sekunde bekam er es noch mit und stoppte meine Zeit. Boa ey, ich muss wohl schneller werden, damit er nicht mehr so viel Zeit zum Quatschen hat. Oder ich leg mir ne Klingel zu.....
Laut meiner Lauf-App ereichte ich das Ziel mit einer Zeit von 00:44:25h und war überrascht, denn ich dachte, dass ich viel länger unterwegs gewesen bin. Die offizielle Zeitmessung des Veranstalters war sogar nur 00:44:04h und ich war nur knapp 4min langsamer als der vorletzte Läufer. Und das, obwohl ich niemanden mehr im Blickfeld hatte.

Hoffentlich läuft es am kommenden Wochenende beim Metallurgenlauf besser. :-)

Sandra und Sandy
Ein großes Dankeschön auch an Sandra, die trotz des Wetters noch so lange bei meinen Kindern blieb, bis ich endlich im Ziel angekommen bin. :-)
Danke auch an meinen Sohn Kevin, der diesmal die Fotos machte, da er auf Grund einer Erkältung nicht mitgelaufen ist, aber zum Anfeuern dabei war. ;-)

Kommentare:

  1. Bravo! Und Sandy war schon wieder fit? Klasse gemacht! Sonnige Grüße,
    Jutta

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    1. Danke Jutta! :-)
      Ja, Sandy war wieder fit. Haben die Zehe gut gepflegt und mit Salbe eingerieben...
      LG Dany

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  2. Herzlichen Glückwunsch zu einem erneuten Finish! Super, dass Du das durchgezogen hast, auch wenn Du an letzter Stelle gelaufen bist. Nur ärgerlich, dass Dir der Zeitnehmer nicht noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat!

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    1. Danke Manu! :-)
      Du weißt ja, ich bin hier immer mit das Schlusslicht. Aber das stört mich nicht, denn ich laufe trotzdem mein Ding durch...
      Ja das mit dem Zeitmesser hat mich schon geärgert, aber ich hoffe, beim 4. Lauf passiert das nicht wieder... :-)
      LG Dany

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